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Freitag, 18. November 2011 um 19.30 Uhr
Lev Vinocour

„Begnadeter Pianist
mit hinreißendem Spiel“
„Ein Klavierkonzert der Sonderklasse
mit großem Suchtpotenzial“
„Märchenhaft“
„Höllisches Vergnügen am Klavier“
So ehrte und feierte die Presse Lev Vinocours Auftritte der Saison
2008/09, die weitgehend im Zeichen der vom Prestige-Label Sony / RCA
Red Seal im Herbst 2008 veröffentlichten SACD mit der Erstaufnahme
zweier Klaviersuiten aus Peter Tschaikowskys zauberhaftem Ballett
„Dornröschen“ stand.
Der russische Pianist Lev Vinocour zählt zur raren
Spezies des intellektuellen Virtuosen: In seinem Spiel vereinen sich
brillante Tastenakrobatik, hochentwickelter Klangsinn und eine
geradezu philosophische Neugierde, hinter dem Notenbild den
eigentlichen tieferen Sinn der Musik, ihre Botschaften ausfindig zu
machen und in plausible „Klangrede“ zu verwandeln.
Im Alter von sechs begann er mit dem
Klavierunterricht an der Musikschule von St. Petersburg. Mit dreizehn
Jahren bereits bestritt das Ausnahmetalent sein professionelles
Konzertdebüt mit den Leningrader Philharmonikern unter Jewgenij
Mrawinsky. Nach dem Studium am Moskauer Konservatorium unter Lev
Vlasenko und Mikhail Pletnev begann eine imposante internationale
Karriere.
Lev Vinocour gewann zahlreiche internationale
Preise (etwa beim Feruccio- Busoni- und Gina-Bachauer-Wettbewerb) und
eroberte anschließend in einem ruhig sich entwickelnden
Karriereprozess die Konzertsäle seiner Heimat und des westlichen
Auslandes. Heute zählt der hoch gebildete, kritisch-wache und auch
überaus selbstkritische Künstler zu den meistgeachteten Pianisten
seiner Generation und genießt vor allem die Wertschätzung vieler
Klavierexperten, die immer wieder seine Fähigkeit, in vertrauter
Materie Neues zu entdecken, rühmen.
Der Dokumentarfilm Franz
Liszt – Die späten Jahre (Erstausstrahlung 24. Oktober,
21.45 Uhr auf Arte) gibt die Möglichkeit, Lev Vinocour kennenzulernen. Er
folgt der Spur Liszts in seinen späten Jahren von Weimar nach Rom und
schließlich nach Bayreuth und fördert Überraschendes – nicht nur für
Klassikliebhaber –
zutage.
Beim Pfahlhauskonzert stehen Werke von
Peter Tschaikowsky (Dornröschen) und Franz Liszt auf dem Programm.
Lev Vinocour ist auch Mitglied der
internationalen Jury beim Auswahlvorspiel zum Bachauer Wettbewerb, der
2012 in Salt Lake City ausgetragen wird. Zu diesem Vorspiel sind Gäste
herzlich willkommen.
Programm
Peter Tschaikowsky, bearb. von Theodor Kirchner
5 Stücke aus dem Ballett "Dornröschen" (1890)
-Tanz der Flieder-Fee
-Die Gaben der Feen
-Fee der Blühenden Ähren
-Die Bootsfahrt zum Schloß
-Walzer
Peter Tschaikowsky, bearb. von Mikhail Pletnew
Konzertsuite aus dem Ballett "Dornröschen" (1990)
-Prolog
-Tanz der Pagen
-Vision
-Andante
-Silberfee
-Der gestiefelte Kater und das weiße Kätzchen
-Gavotte
-Fee "Zwitscherndes Kanarienvogel"
-Rotkäppchen und der Wolf
-Adagio
-Finale.
Pause
Peter Tschaikowsky, bearb. von Franz Liszt
Polonaise aus der Oper "Eugen Onegin" (1879)
Franz Liszt
"Harmonies poétiques et religieuses", frühe Fassung (1835)
Ungarische Rhapsodie Nr.15 "Rákóczi-Marsch" (1853)
"Aux Cyprès de la Villa d'Este" Nr.1 (1877)
"Totentanz" (1865)
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